Olten SO: Regionaler Zivilschutz richtete Impfzentrum ein

Olten SO: Regionaler Zivilschutz richtete Impfzentrum ein

Anfang Februar standen die regionalen Zivilschutzorganisationen Olten und Niederamt gemeinsam im Einsatz, um das zweite kantonale Impfzentrum im Kanton Solothurn in der Stadthalle Olten aufzubauen und im Anschluss auch zu betreiben.

Der Aufbau begann am 4. Februar 2021 und konnte bereits tags darauf fertiggestellt werden. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Zivilschutzorganisationen Region Olten und Region Niederamt funktionierte einwandfrei. Einsatzleiter Leutnant Tobias von Wartburg zeigt sich überzeugt, dass von vergangenen durchgeführten Übung für die Inbetriebnahme eines regionalen Impfzentrums profitiert werden konnte.

Das Durchlaufkonzept für die Bevölkerung wurde wohl durchdacht. Die Räumlichkeiten wurden in mehrere Zonen unterteilt, durch welche die Besucherinnen und Besucher des Impfzentrums etappenweise gelenkt werden. Noch bevor die Registration und Legitimation geprüft wird, findet eine Einlasskontrolle statt. Bei dieser wird die Temperatur gemessen und geprüft, ob die Person impfberechtigt ist. Nach der initialen Kontrolle werden die Personalien erfasst und die Daten mit dem Kanton abgeglichen, bevor die Impfberechtigten in den bestuhlten Wartebereich geführt werden.

Sobald ein Ärzte-Triagezelt frei wird, finden dort die medizinischen Vorabklärungen statt. Wenn es dabei keine hinderlichen Befunde gibt, wird in der nächsten Zone die Impfung durch medizinisches Pflegepersonal durchgeführt. In der letzten Zone sollen sich die frisch Geimpften mindestens 15 Minuten ausruhen, damit etwaige Unverträglichkeiten noch vor Ort erkannt werden. Hierfür stehen Stühle und Liegen für den Ernstfall bereit.

Beim Verlassen des Ruhebereichs erhalten die Geimpften auf dem Weg zum Ausgang ihren schriftlichen Impfnachweis ausgehändigt.

Das Impfzentrum Olten könnte bis zu 900 Impfungen am Tag verabreichen, in den ersten Tagen lag die Quote jedoch aufgrund von Impfstoffknappheit bei knapp 200 Impfungen pro Tag.

Die Angehörigen des Zivilschutzes leisten jeweils 2 Wochen Einsatz, wovon der letzte Tag der Übergabe an die Ablösung gewidmet ist. So kann sichergestellt werden, dass nebst den Aufgaben auch die Erfahrungswerte in den nächsten Turnus einfliessen.

(Bild: Google Maps)